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Langes Wanderwochenende rund um das Sella Gebirge
Kürzlich war mal wieder ein verlängertes Wanderwochenende angesagt. Und allem Anschein nach war es wohl ein sehr attraktives Wandergebiet, denn mehr als 20 Teilnehmer hatten sich angemeldet. Am ersten Tag bezogen wir Quartier in Colfosco, wo wir sehr herzlich begrüßt wurden von einem Wirt der aus Reutlingen stammte. Eine kleinere Tour zur Eingewöhnung führte uns hinauf zur Edelweiß Hütte, wo es leider zu regnen begann, aber wir überbrückten dies mit einer kleinen Rast und gelangten wieder trockenen Hauptes nach unten. Der nächste Tag war schon etwas heftiger. Bei sonnigem Wetter ging's von unserem Ausgangspunkt gings 1000 Höhenmeter hinauf zu Pisciaduseehütte. Links und rechts des Weges ragten die Felsen der Sellagruppe empor und am Schluss ging es noch einen mit Drahtseilen gesicherten Steig nach oben zum Hochplateau. Hinunter führte uns der Weg vorbei an Wasserfällen durch das Mittagstal. Zur Erholung gab es am nächsten Tag einen Rundwanderweg hinauf zum Heiligkreuzhospitz und auch an diesem Tag war uns Petrus wohl gesonnen. Auch der Montag führte uns 1000 Höhenmeter hinauf und hinunter. Vom Passo Valparolo kamen wir zu Scotoni Hütte und von dort aus weiter hinauf zur Lagazuoi Hütte. Am Ende dieses Weges gab es immer wieder Stollen aus dem ersten Weltkrieg in die man auch hineingehen konnte. Talwärts zum Passo Falzarego gingen wir durch den großen Lagazuoi-Stollen, der nur sporadisch durch ein paar Fenster erhellt ist. Ohne unsere Lampen wäre hier kein vorwärtskommen gewesen. Ca die Hälfte des Weges führte hinab durch diesen Stollen über hunderte von nassen glitschigen Treppen. Einerseits sehr interessant, aber auch anstrengend, aber so konnte man auch noch etwas Geschichte mitnehmen. Am Dienstag war dann auch schon wieder die Abreise angesagt, aber nicht ohne noch einen kleinen Abstecher in eine Besonderheit des Gardertals zu machen. Einem kleinen Dorf, das noch die alte ladinische Siedlungsbauweise aufweist, mit acht alten Mühlen, die wieder schön restauriert wurden. Danach machten wir uns auf den Heimweg und mussten wieder einmal feststellen, dass wir trotz aller Wettervorhersagen super Tage gehabt hatten und wirklich einiges erleben durften. Aber natürlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz da unsere Unterkunft super gemütlich war und unsere Gruppe auch toll harmonierte. EH |