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ALTA BADIA 11. - 15. JULI 2009
Auch in diesem Jahr war für unser verlängertes Wander-Wochenende Colfosco unterhalb vom Grödner-Joch unser Ziel . Nach der Anfahrt am Samstag bezog die Gruppe bei Gabriela und Andreas das vom letzten Jahr bekannte Quartier . Dank der Bergbahn , die uns schnell zum Grödner-Joch (2121m) hochbrachte, konnten wir den Nachmittag mit einer leichten Höhenwanderung durch schöne Almen mit toller Aussicht nutzen; natürlich mit einem Einkehrschwung in der Edelweiss-Hütte (1824m) oberhalb Colfosco (1645m) ! Durch den Kauf einer Kombi-Karte für die Region ALTA BADIA ,die freie Fahrt mit Bus und Bergbahn erlaubte ; starteten wir am Sonntag früh in den nördlich der Sella-Gruppe gelegenen Naturpark PUEZ-GEISSLER . Beeindruckende Felsvormationen und Tiefblicke entlang des Weges machen den Aufstieg zur Puez-Hütte (2475m) zu einem tollen Erlebnis . Nach einer Rast in der Hütte wurde der geplante Abstieg nach Pedratsches wegen zu viel Schnee in den steilen Rinnen von unseren Bergführern kurzerhand umgeplant und man fand einen anderen ,aber genauso schönen Weg über das Hochplateau . Nach steilem Abstieg , an der Ghardenazza-Hütte vorbei( die Rast bei Rotwein und Livemusik fiel leider aus) war Eile angesagt , der Bus in Stern(1468m) musste erreicht werden , was uns mit der unerwarteten Hilfe eines Sessel-Liftes auch bestens gelang . An dieser Stelle sollte mal Planung und Ausführung der Wanderungen durch unsere erfahrenen Bergführer auch einmal lobend erwähnt werden , was es einem nicht leicht macht , wenn man einmal keine Zeit zur Teilnahme hat ! Das wusste wohl auch ein weiterer , begeisterter Berggänger, der plötzlich bei der Rückkehr im Hotel auf uns wartete , jetzt waren wir dann 12 Teilnehmer ! Nach gemütlichem Hock und geruhsamer Nacht starteten wir am Montagmorgen bei schon heißen Temperaturen mit Bus und Bergbahn zum nächsten Ziel , die Boe-Hütte (2871m) . Auskünfte beim Hüttenwirt der Kostner-Hütte (2541m) durch unseren Gastgeber Andreas brachten die Gruppe auf den wohl einzigen sichern Steig zum Ziel (wieder noch zu viel Schnee). Steile, seilgesicherte Steige , durch zerklüftete Felseinschnitte, um luftige Türme herum führte der Weg stetig nach oben . Die kurzen Verschnaufpausen wurden mit fantastischem Rundumblick belohnt , man sah die Bergwelt aus einer imposanten Höhe und am Horizont tauchten immer mehr Bergketten auf , was dann die Frage nach all den Gipfelnamen aufwarf ! Nach der Pause auf der Boe-Hütte führte der Weg weiter hinauf zur Bergstation der Pordoi-Bahn (2938m) , deren Benutzung die steilen 700m Abstieg ersparte . Alleine die kurvige Rückfahrt mit dem Bus das Pordoi-Joch (2239m)hinunter , danach durch Arabba (1585m) und über den Campolongo-Pass (1875m) zurück nach Corvara(1522m) brachte ein 3/4Stunde lang Ausblicke von großer Schönheit und Einzigartigkeit . Nach dem anstrengenden Tag , einem geselligen Abend und einer kurzen Nacht wurde dann am letzten Tag , dem Dienstag , eine etwas ruhigere Tour angeboten. Wieder mit dem Bus nach Pedratsches(1324m) und mit der Bahn (diesmal auf die Ostseite des Abtei-Tales) hoch zum Heilig-Kreuz-Hospiz (2045m). Der Weg führte immer unter den steilen und bedrohlich wirkenden KREUZ-KOFEL-WÄNDEN(2907m) entlang durch eine unbeschreiblich schöne Alm-Landschaft mit vielen Formen und Farben . Durch das Geröll breiter , trockener Bachläufe und Hochmoor-Flächen , mit ganz anderen Pflanzenarten , aber genauso schön, ging es dann zurück zur Mittel-Station der Bergbahn , wo dann dem heißen Tag wegen doch das eine oder andere Bier nötig wurde. Auch der Tag fand seinen gelungenen Abschluss bei Andreas . Das der nächste Tag der Rückreise immer noch mit einem Schmankerl den Aufenthalt in Südtirol verlängern muss , ist schon bekannt ! Nach Packen und herzlichem Abschied von Familie Alfreider steuerten wir durchs Hoch-Abtei-Tal über den Furkel-Sattel(1745m) das Pragsen-Tal an. Der hochgelegene Pragser Wildsee (1490m) ,eingerahmt von steil aufsteigenden Felswänden, muss wohl sehr beliebt sein , wenn man die Anzahl der Besucher nimmt. Das hielt uns nicht davon ab ,den See auf Pfaden und Treppen , bergauf und bergab zu umrunden . Doch die Einkehr zum Abschluss wurde dann doch vom aufziehenden Gewitter verhindert, das bekamen wir dann auf der Heimfahrt durchs Pustertal voll ab. Alle fanden sich wohlbehalten zum Abschluss im TSV-Vereinsheim ein ; bis auf unsern später nachgekommen Bergwanderer , der musste noch einen Abstecher ins Allgäu unternehmen. Wieder einmal war das Wochenende dank toller Touren in einer grandiosen Bergwelt mit bestem Wetter ein voller Erfolg . |